Es sind Sommerferien. Das bedeutet für mich, zwei kleine Mädchen die Zuhause beschäftigt werden wollen. Da die Große aber erst 22 Monate alt und Corona immer noch präsent ist, gehen wir viel nach Draußen. Im Moment ist die Große von Tieren sehr fasziniert, daher habe ich beschlossen, alle Tierparks und Wildparks im Umkreis anzufahren. Dadurch bin ich auch auf das Wildgehege Herborn aufmerksam geworden. Mir ist gar nicht klar gewesen, wie viele Ausflugsziele es in unserer Nähe eigentlich gibt, wo man sich die Tiere anschauen kann. 

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Informativ: Wildgehege Herborn

Startpunkt/Parkplatz:

Parkplatz Dillblick & Parkplatz Arnoldistraße

Der Parkplatz Dillblick liegt direkt neben dem Aussichtsturm Dillblick in Herborn.

Dauer:

Wir waren ca. 3 Stunden vor Ort.

Eintritt:

kostenlos

Unterwegs:

Die Wege sind teilweise befestigt und teilweise läuft man über den Waldboden. Da das Wildgehege Herborn an einem Hang liegt geht es öfters schon etwas steil bergauf oder bergab. Wir waren mal wieder mit der Babytrage und dem Buggy unterwegs. Das schieben des Buggys bergauf, war teilweise nicht so einfach.

Bauarbeiten:

Derzeit werden an der Autobahnbrücke, unter der die Wege und das Wildgehege sich befinden, Bauarbeiten durchgeführt. Daher kann es unter Umständen zu Einschränkungen kommen. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, dann parkt am Parkplatz Arnoldistraße. Weitere Infos zu den Bauarbeiten findet ihr auf der Homepage des Wildgeheges Herborn. 

Aussichtsturm Dillblick

Während meiner Recherche über das Wildgehege Herborn, wurde ich auf den Aussichtsturm Dillblick aufmerksam. Direkt neben dem Parkplatz von dem man normalerweise in das Wildgehege laufen kann, liegt der Aussichtsturm. Ich wollte mich vor Ort mit einer Freundin treffen, da ein Ausflug mit den beiden Mädels (5 und 22Monate) allein zu stressig wäre.

Wir stiegen also zuerst auf den Aussichtsturm und genossen den herrlichen Ausblick. So habe ich Herborn noch nie gesehen, abgesehen davon, dass wir nicht oft in Herborn sind. Aber auch meine Freundin, die aus Herborn kommt, war noch nie hier oben, das erste Mal also für uns beide. Es sind auch gar nicht all zu viele Stufen, sodass die Große schon von ganz allein nach oben und unten laufen konnte.

Einen schönen Ausblick hat man auf dem Aussichtsturm Dillblick
Einen schönen Ausblick hat man auf dem Aussichtsturm Dillblick
Schöner Blick auf Herborn
Schöner Blick auf Herborn

Wildgehege Herborn – Erfahrungsbericht

Eigentlich wollten wir nun gerne ins Wildgehege laufen, aber leider war der Zugang über den Parkplatz Dillblick aufgrund der momentanen Bauarbeiten nicht möglich. Laut einem Informationszettel soll der Zugang aber über den Parkplatz Arnoldistraße möglich sein. Also fuhren wir beide mit unseren Autos über die Arnoldistraße auf den Forstwirtschftsweg, der bis zum Parkplatz befahrbar ist, um dort erneut zu parken. Von hier aus zeigten uns bereits Wegweiser den Weg ins Wildgehege.

Weg durch den Wald zum Wildgehege Herborn
Weg durch den Wald zum Wildgehege Herborn

Wir gingen immer weiter geradeaus bis wir links die erste Attraktion für die Kinder entdeckten. Wäre meine Große schon älter, wäre das sicherlich ein toller Kletterspaß gewesen.

Klettergerüst im Wildgehege Herborn
Klettergerüst im Wildgehege Herborn

So aber gingen wir weiter bis zum Bienen-Schaukasten. Nachdem wir die Klappe geöffnet hatten konnten wir uns den Bienenkasten von innen ansehen und die Bienen bei ihrer Arbeit beobachten. Wirklich super interessant für uns und für die beiden Mädels.

Interessanter Schaukasten zum Beobachten der Bienen
Interessanter Schaukasten zum Beobachten der Bienen

Danach ging es für uns weiter den Bienenlehrpfad rechts bergab. Hier kann man einiges über Bienen und den Honig lernen. Auf dem Weg bergab finden wir auf der rechten Seite noch ein Klettergerüst und interessante Holzstatuen von Tieren.

Auf dem Weg entdecken wir Holzstatuen von Tieren und eine geschnitzte Holzbank
Auf dem Weg entdecken wir Holzstatuen von Tieren und eine geschnitzte Holzbank

Von hier aus gehen wir nun aber erst einmal wieder zurück bergauf und laufen den Weg geradeaus weiter.

Matschplatz für die Kleinen

Noch bevor wir die ersten Tiere erreichen kommen wir an dem Matschplatz vorbei. Ein wunderschön hergerichteter Platz zum Spielen. Das Wasser ist nur eine Handbreit tief, sodass sogar meine Große sich hinein gewagt hat. An das Wasser angrenzend ist Sand aufgeschüttet worden und es gibt eine Pumpe mit der man für Wassernachschub sorgen kann. Direkt daneben gibt es für uns Erwachsenen eine Sitzgruppe zum entspannen. Der perfekte Platz für ein Picknick, wenn wir nochmal herkommen werden wir das auf jeden Fall berücksichtigen.

Toller Matschplatz für Kinder und ein schöner Picknickplatz für eine Rast während des Besuchs des Wildgeheges
Toller Matschplatz für Kinder und ein schöner Picknickplatz für eine Rast während des Besuchs des Wildgeheges

Altes Schloss in Herborn

Während wir den Matschplatz begutachten fällt uns ein Schild auf, dass auf ein altes Schloss hinweist. Da meine Freundin aus Herborn kommt und ihr kein altes Schloss bekannt ist, fragen wir uns was für ein Schloss das nur sein kann. Daher machen wir uns direkt auf den Weg das Rätsel zu lüften.

Auf der Suche nach dem Alten Schloss
Auf der Suche nach dem Alten Schloss

Nach ca. 100m kommen wir am alten Schloss an. 🙂 Es handelt sich um ein altes Türschloss. Der Schlüssel ist extra befestigt, damit keiner auf dumme Gedanken kommt. Eine schöne Idee und welch eine Überraschung, da wir damit überhaupt nicht gerechnet haben.

Wir haben es gefunden: Das alte Schloss
Wir haben es gefunden: Das alte Schloss

Esel im Wildgehege Herborn

Wir gehen den Weg wieder zurück und verlassen den Matschplatz. ein paar Meter weiter stehen wir direkt vor der Futterstelle der Esel. Hier kann man für 1€ Futter für die Esel kaufen. Den Becher kann man in einen extra dafür vorgesehenen Behälter werfen. Schön gemacht um Müll zu verhindern.

Das Kaufen von Futter ist übrigens für das Wildgehege Herborn die einzige Einnahmequelle. Wir haben das Wildgehege gerne unterstützt und einen Becher gekauft. Da war auch die Freunde bei der Großen groß, als sie die Esel füttern dürfte.

Wildfutter für die Esel im Wildgehege Herborn
Wildfutter für die Esel im Wildgehege Herborn
Esel füttern im Wildgehege Herborn
Esel füttern im Wildgehege Herborn

Spielplatz

Nun führt uns der Weg weiter bergab, wir kommen an Mammutbäumen und einigen im Wald gespannten Slacklines vorbei bis wir wieder an einem Spielplatz stehen. Hier kommen wir an eine Kreuzung und entscheiden uns den Weg weiter bergab zu laufen.

Noch ein Spielplatz im Wildgehege
Noch ein Spielplatz im Wildgehege

Damwild

Am Damwildgehe entlang führt der Weg weiter bergab. Hier machen wir Bekanntschaft mit dem Damhirsch, der sehr zutraulich ist und bestimmt auf Essen gehofft hat. Wir haben aber leider keins mehr übrig. Da man die Tiere nur mit dem Futter aus den Futterautomaten füttern soll, gehen wir nach einem Fotostop weiter.

Hallo Damhirsch!
Hallo Damhirsch!

Neben dem Weg treffen wir auch eine Lokomotive aus Holz mit einer Giraffe und auf einen Wetterstein. Eine wirklich schöne Idee, da sie uns ein Lächeln auf die Lippen gezaubert haben.

Wetterstein im Wildgehege Herborn
Wetterstein im Wildgehege Herborn

Mufflons im Wildgehege Herborn

Nachdem wir unter der Autobahnbrücke durchgelaufen sind kommen wir zu dem Gehege der Mufflons. Diese waren aber leider sehr weit weg, sodass unsere Große sie nicht erkennen konnte.

Ziegen und Skudden Schafe

Das letzte Gehege, das auch direkt an einem Parkplatz liegt, ist das Gehege der Ziegen und Skudden Schafe. Die Schafe selbst sind etwas scheu, die Ziegen aber das komplette Gegenteil. Hier steht auch wieder ein Fütterautomat.

Hungrige Ziegen im Wildgehege Herborn
Hungrige Ziegen im Wildgehege Herborn

Nachdem wir die Ziegen gefüttert haben machen wir uns auf den langen Weg zurück und das bedeutet bergauf laufen. Auch diesmal haben wir kein Glück bei den Mufflons. Der Damhirsch stattet uns aber noch einmal einen Besuch ab. Nachdem wir wieder an die Kreuzung kommen biegen wir scharf nach links ab und lassen das Damwildgehege hinter uns. 

Lamas im Wildgehege Herborn

Schließlich gelangen wir zu den Lamas. Wir waren ja schon in einigen Wildparks, aber Lamas gab es da nie. Also mal wieder etwas neues, auch schön, bei so vielen Parks immer wieder Abwechslung. Hier verweilen wir ein wenig. Meine Freundin betrachtet zusammen mit der Großen die Lamas während ich auf einer Bank alles ablege und die Kleine, die ich die ganze Zeit in der Babytrage mit herum geschleppt habe, im Buggy wickeln und frisch mache.

Neugierige Lamas im Wildgehege Herborn
Neugierige Lamas im Wildgehege Herborn

Rotwildgehege im Wildgehege Herborn

Kurz bevor wir das Wildgehege Herborn verlassen kommen wir noch an dem Rotwildgehege vorbei. Hier liegen die Tiere gerade alle im Schatten. Leider auch zu weit weg für unsere Tochter, aber wenn man genau hinschaut kann man die Tiere neben der Hütte auf dem Bild erkennen.

Entspanntes Rotwild im Wildgehege Herborn
Entspanntes Rotwild im Wildgehege Herborn

Fazit: Wildgehege Herborn

Das Wildgehege liegt an einem Hang. Bei einem Besuch sollte man sich also bewusst sein, dass man einige Meter bergauf und auch wieder bergab laufen muss. Das ist eigentlich das einzige was mich ein wenig gestört hat, da ich beim bergab laufen immer daran denken musste: Oje, das müssen wir alles wieder hoch. Ansonsten ist das Wildgehege ein schöner Ort um sich die Tiere anzuschauen und nebenbei seine Kinder am Matschplatz oder auf den Klettergerüsten spielen zu lassen und das alles kostenlos. Vor allem der Matschplatz hat mich total überrascht und nicht nur ich sondern auch die Große, die ein riesiger Wasserfreund ist, war begeistert. Wenn die Kleine größer ist, werden wir sicherlich wiederkommen.
 

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